Ein junges Paar sitzt zusammen beim Abendessen und telefoniert mit Freunden. Das Paar ist normalerweise an Ramadan fast täglich bei Freunden oder der Familie eingeladen, durch die Corona-Pandemie verbringen beide das Fastenbrechen zu zweit Zuhause. Gesellschaft gibt es nur mittels Videokonferenz.
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- Ramadan im Lockdown

Am Dienstag beginnt der muslimische Fastenmonat Ramadan. Normalerweise ist das eine Zeit mit Freunden und Familie. Auch im zweiten Corona-Jahr ist das schwierig. Der Imam und Religionswissenschaftler Kadir Sanci sieht die schwierigen Bedingungen in der Pandemie aber auch als Chance.

Am Dienstag hat der Ramadan, der muslimische Fastenmonat, begonnen. Eine Zeit der inneren Einkehr für Muslime. Aber eigentlich auch eine Zeit der gemeinsamen Treffen mit Verwandten und Freunden sowie in der Moschee. Wegen der Corona-Pandemie sind die Möglichkeiten gemeinsam die Ramadan-Rituale zu feiern und zu beten, aber auch in diesem Jahr eingeschränkt.

Pandemie als Chance

Der Religionswissenschaftler und Imam Kadir Sanci sieht in den eingeschränkten Möglichkeiten während des Ramadans aber auch eine Chance. "Wir haben schon letztes Jahr gesehen, dass man auf gar nichts verzichten muss.“

Einerseits könne das gemeinsame Fastenbrechen auch virtuell zusammen gestaltet werden. Andererseits bleibe durch die eingeschränkten Möglichkeiten während der Pandemie noch mehr Zeit für die eigene Auseinandersetzung mit dem Glauben, so der Imam.

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