Zerstörte Gebäude in Rafah
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Interview - Israelischer Historiker: Schon jetzt eine humanitäre Katastrophe in Gaza

Im Krieg gegen die islamistische Hamas bereitet sich Israel auf eine Militäroffensive in Rafah vor. Der israelische Historiker und Journalist Tom Segev hofft, dass dieser Angriff ausbleibt und fragt: "Wo sollen die Menschen hin?" Helfen könne "sehr starker Druck vom Ausland".

Der israelische Historiker und Journalist Tom Segev warnt angesichts des Leids der palästinensischen Bevölkerung vor einer Bodenoffensive Israels auf die Stadt Rafah. Es gebe schon jetzt eine humanitäre Katastrophe im Gazastreifen. Die bereits vertriebenen Menschen lebten in dünnen Zelten und sie hätten keinen Auswege. Für sie bestehe "wirklich große Gefahr".

Hoffnung auf Verhandlungen zugunsten israelischer Geiseln

 

Im Krieg Israels gegen die Hamas nach deren Terrorangriff im Oktober sei es keine Frage, wer hier die Bösen und wer die Guten seien, so Segev. Dennoch hoffe er noch immer, dass der Militärschlag am Ende vermieden wird und es zu Verhandlungen zugunsten der israelischen Geiseln kommen kann. Helfen könne möglicherweise "sehr starker Druck vom Ausland".

Hunderttausende palästinensische Flüchtlinge in Rafah

 

Die USA wollen im Krieg ein neues Abkommen zwischen Israel und der Terrormiliz Hamas erreichen. Es geht um eine Vereinbarung zur Freilassung der Geiseln, die für Gaza eine sofortige und anhaltende Ruhephase bringen soll. In der Region Rafah halten sich Hunderttausende palästinensische Flüchtlinge auf - ohne ausreichende Versorgung mit Essen, Trinkwasser und Medikamenten.

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