Vor der russischen Präsidentenwahl am 17. März gibt an vielen Stellen der Stadt Plakate, die für eine Wiederwahl von Kremlchef Putin werben (Bild: picture alliance/dpa | Ulf Mauder)
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Forum - Präsidentschaftswahl im Zeichen des Krieges

Am 17. März wird in Russland ein neuer Präsident gewählt. Und schon jetzt ist klar: Kein anderer als Wladimir Putin wird der Sieger sein. Was prägt die russische Gesellschaft nach zwei Jahren Krieg gegen die Ukraine? Darüber spricht Dietmar Ringel mit seinen Gästen.

Wladimir Putin wird auch nach der Wahl in Russland an der Spitze des Landes stehen. Zum einen, weil sein Machtapparat oppositionelle Kräfte radikal ausschaltet. Zum anderen aber auch, weil ein großer Teil der Bevölkerung seine Politik unterstützt.

Presse- und Meinungsfreiheit in Russland sind weitgehend abgeschafft

 

Seit Beginn des Krieges gegen die Ukraine hat sich die russische Gesellschaft massiv verändert. Presse- und Meinungsfreiheit sind weitgehend abgeschafft; eingefordert werden stattdessen Patriotismus und Geschlossenheit, um der angeblichen Bedrohung durch den Westen zu widerstehen. Gleichzeitig ist die russische Wirtschaft deutlich robuster als von vielen erwartet. Es haben sich trotz hoher Kriegskosten die materiellen Lebensbedingungen der meisten Menschen nicht wesentlich verschlechtert.

Welche Veränderungen vollziehen sich im Innern des Landes und in der außenpolitischen Orientierung? Wie sehr hängt das Schicksal Russlands von der Person Putins ab? Und was bedeutet das für die Beziehungen Deutschlands zu Russland?

Es diskutieren

Ewgeniy Kasakow, Historiker und Buchautor

Frank Aischmann, ARD-Korrespondent Moskau

Manfred Sapper, Chefredakteur der Zeitschrift Osteuropa

Anna Rose, Russian Service von Radio Free Europe/Radio Liberty

Moderation: Dietmar Ringel

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